Gelbhemden unterliegen den Ahorn Camp Baskets mit 79:81 – letzter Wurfversuch verfehlt sein Ziel
Bitterer Abend für die Tropics: Trotz einer starken Aufholjagd im Schlussviertel mussten sich die Oberhachinger bei den Ahorn Camp Baskets Speyer denkbar knapp mit 79:81 geschlagen geben. Vor 500 Zuschauern in der Sporthalle Nord, die ihr Team lautstark unterstützten, entwickelte sich eine intensive Partie, die erst in den letzten Sekunden entschieden wurde. Dabei hatten die Gelbhemden sogar noch die Chance, das Spiel auszugleichen oder mit einem Dreier für sich zu entscheiden.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und konnten sich bereits im ersten Viertel einen Vorsprung erspielen. Während Speyer offensiv seinen Rhythmus fand, taten sich die Tropics zunächst schwer, zu einfachen Punkten zu kommen. Mit 11:21 aus Oberhachinger Sicht ging der erste Spielabschnitt deutlich an die Hausherren.
Im zweiten Viertel fanden die Schützlinge von Mario Matic zunehmend besser ins Spiel. Die Begegnung wurde ausgeglichener, allerdings gelang es den Gelbhemden zunächst nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Zur Halbzeit lagen die Tropics weiterhin mit zehn Punkten zurück (30:41).
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Oberhachinger ein anderes Gesicht. Angeführt von ihren Leistungsträgern kämpften sich die Gäste Schritt für Schritt zurück in die Partie. Das dritte Viertel ging mit 23:20 an die Tropics, die damit vor dem Schlussabschnitt wieder in Schlagdistanz waren.
Im letzten Viertel entwickelte sich schließlich ein echter Krimi. Die Gelbhemden erhöhten noch einmal den Druck und machten den Rückstand kontinuierlich kleiner. In der Schlussphase war die Partie wieder völlig offen und beide Mannschaften hatten die Chance, das Spiel für sich zu entscheiden.
Nach dem letzten Angriff der Speyerer bekamen die Tropics tatsächlich noch einmal die Gelegenheit, das Spiel auszugleichen oder mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf sogar den Auswärtssieg zu sichern. Doch der Wurfversuch von Nedzad Muratovic fand nicht sein Ziel. Damit war die unglückliche 79:81-Niederlage besiegelt.
Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass die Gastgeber vor allem beim Rebound Vorteile hatten. Mit 43:36 sicherten sich die Speyerer deutlich mehr Abpraller und damit wichtige zweite Chancen. Auch aus der Distanz hatten beide Teams Schwierigkeiten: Während Speyer acht von 26 Dreipunktewürfen verwandelte, trafen die Tropics sieben ihrer 30 Versuche. Nedzad Muratovic war mit 19 Punkten erfolgreichster Werfer der Oberhachinger.
Für eine zusätzliche Überraschung hatte Speyers Manager Gerd Kopf bereits im Laufe der Woche gesorgt. Mit Sam Stockton verpflichteten die Baskets einen weiteren Spieler für ihren Kader. Der 25-jährige Point Guard ist kein Unbekannter im Basketball: Er ist der Sohn der NBA-Legende John Stockton und gab gegen die Tropics bereits sein Debüt im Speyerer Trikot. Mit acht Punkten konnte er sich dabei direkt in die Scorerliste eintragen.
Viel Zeit, um der knappen Niederlage nachzutrauern, bleibt den Oberhachinger Basketballern allerdings nicht. In der kommenden Woche steht ein Doppelspieltag auf dem Programm. Am Freitag um 19:30 Uhr empfangen die Tropics die Hessing Kangaroos aus Leitershofen zum mit Spannung erwarteten Derby in heimischer Halle. Nur zwei Tage später geht es auswärts zur TSG Ravens Reutlingen.
Gerade im Derby gegen Leitershofen wollen die Gelbhemden vor heimischem Publikum wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und zählen hierbei auf die Unterstützung ihrer Fans.
Mario Matic: „Glückwunsch an Speyer und Coach Marco van den Berg. Zwar haben wir uns eindrucksvoll zurückgekämpft und am Ende sogar die Chance, das Spiel zu gewinnen, doch Speyer hat 39 Minuten lang geführt und somit verdient gewonnen. Unser Blick richtet sich nun auf das wichtige Derby gegen Leitershofen.“
